Category: Coaching

02 09 2009 - 18:17

Fibonacci Zahlen Teil 1

Die Fibonacci Zahlenreihe definiert ein festes wiederkehrendes Muster, das in allen Bereichen unseres Lebens wieder zu finden ist.

Beispiele:

  • Sonnenblume:
  • hat 89 Blätter, 55 in die eine Richtung und 34 in die andere Richtung
  • Musik:
  • eine Oktave besteht aus 13 Tasten auf dem Flügel, 5 schwarzen und 8 weißen
  • Die Pyramide von Gizeh misst eine Höhe von 5813 Inches. 5 – 8 - 13

Wahrscheinlich hat sie auch auf den Trend der Finanzmärkte einen Einfluss. Dabei steht aber nicht fest, ob dieser Einfluss vorhanden ist weil viele Händler es verwenden oder weil es einfach ein Grundordnungsprinzip ist.

 


Beschrieben wurde die folgende Zahlenfolge im 12. Jahrhundert von dem italienischen Mathematiker Leonardo da Pisa. Doch die frühesten Erwähnungen finden sich um 450 v. Chr. oder nach anderer Datierung um 200 v. Chr.

Populär für uns Händler wurden die Fibonacci – Zahlen erst – als ein gewisser Ralph Elliott in seinem Werk "Natures Law" die Fibonacci Verhältnisse zu einem Grundordnungsprinzip erklärte.

Deshalb, so seine Theorie, kann aufgrund der Gesetzmäßigkeiten im Bereich der menschlichen Psyche eine Relevanz auf Aktientrends abgeleitet werden. Die Fibonacci Zahlen bilden somit die Grundlage für die von ihm begründete „Elliot Wave Theorie.

Ich möchte jetzt aber nicht auf diese Theorie eingehen, sondern bei den Fibonacci Zahlen und deren Nutzen für den Handel bleiben.

Wichtig ist erst einmal für uns zu wissen, wie diese Reihe entsteht und später, wie wir dies nutzen können.

Was haben diese Zahlen gemeinsam? 32.951.280.099 – 53.316.291.173 – 86.267.571.272

Es sind drei nacheinander folgende Fibonacci Zahlen. Die letzte von diesen Dreien wird durch die Addition der ersten beiden erzeugt: 32.951.280.099 + 53.316.291.173 = 86.267.571.272

Damit haben wir auch schon die Entstehung der Fibonacci Zahlenfolge geklärt. Sie entsteht durch eine einfache Addition.

0+1 = 1

1+1 = 2

1+2 = 3

2+3 = 5

3+5 = 8

5+8 =13

8+13 =21

13+21 =34

21+34 =55

34+55 =89

55+89 =144

und so weiter und so fort!

Durch die Division zweier Fibonacci Zahlen entstehen feste Ratios.

Das Ratio 0.618

Die Division einer Zahl der Fibo-Reihe durch die nachfolgende Zahl ergibt einen Wert nahe der Zahl Phi = 0.618 und das ist die mathematische Formel dazu:

nt / nt+1 = 0.618 Beispiel: 3/5 oder 5/8 oder 89/144

Das Ratio 1.618

Die Division einer Zahl der Fibo-Reihe durch die vorangehende Zahl ergibt einen Wert nahe der Zahl 1+Phi = 1.618

n t / n t-1 = 1.618 Beispiel: 5/3 oder 8/5 oder 144/89

Das Ratio 0.382

Die Division einer Zahl der Fibo-Reihe durch die um zwei Stellen nachfolgende Zahl ergibt einen Wert nahe der Zahl 1-Phi = 0.382

nt / nt +2 = 0.382 Beispiel: 5/13 oder 8/21 oder 55/144

Die wichtigsten Fibonacci Ratios für uns sind:

0.382 = 38,2%

0,5 = 50%

0,618 = 61,8%

1,618 = 161,8%

Wie wir diese erfolgreich einsetzen, dazu später mehr.

Wir können aber auch die einfachen Fibonacci Zahlen in der Indikatorenanalyse mit einsetzen. Verwenden Sie doch einfach für die Länge eines Gleitenden Durchschnittes die Fibo Zahlen.

Dabei sind die Zahlen 13 und 21 besonders gut geeignet für das kurzfristige Trading. Die Zahlen 21, 34 und 55 für das mittelfristige und die Zahlen darüber für das langfristige Trading. Ich persönlich ziehe diese Zahlen jeder optimierten Zahl für einen Indikator vor. Doch beachten Sie unbedingt die KISS Regel: „Halte es einfach!“

Es macht keinen Sinn unbedingt viele verschiedene Indikatoren zu verwenden, egal wie diese auch alle sich nennen, es ist nur eine Ableitung vom Preis. Das bedeutet, Sie haben mit weniger Indikatoren – die selbe Aussage, wie mit 100 mehr!

Es ist ausreichend wenn Sie einen oder zwei Gleitendende Durchschnitte und einen Oszillator verwenden. Jeder weitere Indikator sollte nicht vom Preis abgeleitet sein. Doch kommen wir wieder zu den Fibonacci Ratios.

Im nächsten Artikel erfahren Sie, wie Sie diese direkt einsetzen können. Wenn Sie also wissen wollen wie Sie Kursziele, Wendepunkte oder Einstiegspunkte ermitteln können, dann behalten Sie Ihre Neugier und lesen weiter!

  Mike C. Kock